Eine der Folgen der steigenden CO2-Emissionen mit monumentalen Auswirkungen auf die Meeresumwelt ist die Versauerung der Ozeane, welche sich seit der industriellen Revolution noch verschärft hat. Zwischen 1750 und 2011 hat der Ozean 30% des vom Menschen ausgestoßenen CO2 absorbiert, dies führt zu Ozean Versauerung (1)

Ozean Versauerung geschieht wenn der Ozean CO2 absorbiert, welches wiederum mit dem Meerwasser reagiert und Kohlensäure (H2CO3) bildet. Bei der Bildung von Kohlensäure kommt es zu einem Anstieg der Wasserstoffionen und damit zu einer Senkung des pH-Wertes des Wassers, wodurch es saurer wird. Diese freien Wasserstoffionen binden schnell das existierende Karbonat (CO²⁻₃) im Ozean, wodurch die Verfügbarkeit von Karbonat für marine Organismen reduziert wird (2).

Viele Meereslebewesen wie Korallen, Krusten- und Weichtiere sind auf das Karbonat angewiesen, um mit Kalziumkarbonat (CaCO3) ihre Schalen und Skelette zu bilden. Wenn die Ozeane versauern, verringert sich die Fähigkeit dieser Lebewesen, Kalziumkarbonat zu produzieren, und es kommt zu einem Rückgang des Wachstums, der Vielfalt, der Entwicklung der Larven (3)

 

Ozean Versauerung hat einen so großen Effekt auf kalzifizierende Organismen, dass sie Anzeichen für die Auflösung ihrer harten Strukturen zeigen. Dies ist nicht nur für die ökologische Rolle dieser Organismen von Belang, sondern es bedeutet auch, dass viele wichtige Quellen von Meeresfrüchten in Gefahr sind. Auch Korallenriffe sind gefährdet, was wiederum alle anderen Organismen betrifft, die auf das Korallenriff-Ökosystem angewiesen sind. Die Auswirkungen der Ozeanversauerung sind weitreichend. Meeresnahrungsnetze, biologische Vielfalt, Aquakultur und damit die Gesellschaft im Allgemeinen sind in Gefahr, da der Ozean weiterhin überschüssigen anthropogenen Kohlenstoff absorbiert (3).

Juveniles primär Polyp eines Acropora millepora Korallen Skelett bei 390 und 750 µatm pCO2 Bild bearbeitet nach Wu et al. (2017)

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